Vier Auszubildende aus dem ersten Lehrjahr der Westfalia Landtechnik GmbH erzielten beim internetgestützten Planspiel zum Thema "Markt & Wettbewerb" auf Anhieb den dritten Platz. Die Nachwuchsunternehmer Amelie Spiekmann (Industriekauffrau), Maik Siebert (Industriekaufmann/ Betriebswirt VWA), Christoph Rohleder (Industriemechaniker) und Dennis Konrad (Fachkraft für Lagerwirtschaft) lagen in fünf virtuellen Geschäftsperioden mit ihrer Unternehmensstrategie richtig.
Über das Internet erhielt die fiktive CLEANMACHINE AG von einem Team der Universität Siegen ständig Informationen und Eckdaten für den Ablauf des Planspiels. Sie mussten ihr virtuelles Unternehmen gründen, Produkte definieren und marktstrategische Entscheidungen selbst treffen. Das CLEANMACHINE-Team erlebte zwischen Oktober 2000 bis Mai 2001 alle Höhen und Tiefen im hart umkämpften Markt für Haushaltsgeräte. Trotz der Marktturbulenzen schloss der Newcomer mit über fünf Millionen DM Gewinn überaus erfolgreich ab. In der Endabrechnung landete das Westfalia-Team auf Platz 3 der insgesamt acht teilnehmenden Gruppen aus Nordrhein-Westfalen.
Langfassung:
Die Unternehmenszentrale: Mal ein freier Platz im Schulungszentrum - ein anderes Mal der Pausenraum in der Logistik. Produkte: Spülmaschinen. Verkaufte Einheiten: rund 28.000. Betriebsausstattung: PC und Internet-Anschluss. Geschäftsführung: Vier Auszubildende aus dem ersten Lehrjahr bei Westfalia Landtechnik. Dies sind die Eckdaten der CLEANMACHINE AG - des in einem fiktiven Markt für Hausgeräte erfolgreichen Unternehmens.
Der CLEANMACHINE AG gelang mit der innovativen ECOWASH SE im unteren Preissegment auf Anhieb ein erfolgreicher Einstieg in einen eng besetzten Markt. Die Nachwuchsunternehmer Amelie Spiekmann (Industriekauffrau), Maik Siebert (Industriekaufmann/Betriebswirt VWA), Christoph Rohleder (Industriemechaniker) und Dennis Konrad (Fachgkraft für Lagerwirtschaft) lagen in fünf virtuellen Geschäftsperioden von Oktober 2000 bis Mai 2001 mit ihrer Unternehmensstrategie richtig. Als erster Ausbildungsjahrgang des Unternehmens nahmen sie an einem internetgestützten Planspiel zum Thema "Markt & Wettbewerb". Die Initiative ging von der Universität Siegen aus. Auszubildende konnten dabei virtuell Unternehmen gründen, Produkte definieren und marktstrategische Entscheidungen selbst treffen.
Über das Internet erhielt die CLEANMACHINE AG alle relevanten Informationen und Eckdaten für den Ablauf des Planspiels. Die Teilnehmer definierten zunächst die Ziele ihrer Unternehmung. Erstes Ziel war ein solides Unternehmen zu gründen - kein windiges Start-up. Ihre Organisation sollte von Anfang an die größtmöglichen Marktanteile durch ein Produkt erzielen, was absolute Spülhygiene zu einem vernünftigen Anschaffungspreis und bei den geringsten Betriebskosten gewährleistet. In weiteren Aufgaben für das Team ging es darum, Maschinen einzukaufen und Mitarbeiter einzustellen. Anschließend mußte der Rohstoffbedarf kalkuliert werden. Parallelen zur Realität sind dabei nicht zufällig, sondern liegen auf der Hand, den die Devise hieß: Produktionskapazitäten auslasten - Leerkosten vermeiden und: Niedrige (keine) Lagerbestände aufbauen - Logistik-Kosten niedrig halten.
ECOWASH SE - die zuverlässige Haushaltshilfe
Die Gruppe produzierte Spülmaschinen mit einem hohen Qualitätsstandard und vermarktete sie mit Hilfe guter Werbung zu einem lukrativen Preis. Der Absatz lief gut, manchmal sogar zu gut: Die Nachfragemenge war teilweise höher, als die im Planspiel maximal zulässige Produktionsmenge. Zwischendurch erfuhren die Jungunternehmer allerdings auch, was Nachfrageschwankungen bedeuten: Amelie Spiekmann über die Absatzperiode Frühjahr 2001: "Wir haben rund 5.000 Maschinen für das Lager produziert. Wir mussten die günstigen Einkaufs-Rabatte nutzen. Der Absatz war allerdings flau. Reagiert haben wir mit einer neuen dem Markt angepassten Preisstrategie in der Folge-Periode. Damit konnten wir den Absatz beleben. Resultat: Die Marge blieb in einem vertretbaren Rahmen und die Lagerbestände sanken in kürzester Zeit auf Null." In der fünften und letzten Periode des Planspiels erwirtschaftete die CLEANMACHINE AG sogar den höchsten Periodenerfolg aller teilnehmenden Gruppen.
Bei der Endabrechnung aller Teilnehmer aus Nordrhein-Westfalen belegte das Planspielteam der WL GmbH schließlich den dritten Platz. Wie gut die Teilnehmer ihr Geschäft verstanden, zeigte der in einer Gewinn- und Verlustrechnung ermittelte Gesamtgewinn von über fünf Millionen DM. Zum Vergleich: Platz 1 erzielte sieben Millionen DM, das schlechteste Unternehmen schloss mit einem Verlust von 6 Millionen DM ab.
Die Macher der CLEANMACHINE AG: " Es hat Spaß gemacht. Wir waren zu echter Teamarbeit angehalten." Wie im echten Leben war die Teambildung aus gewerblichen und kaufmännischen Ausbildungsbereichen eine wirkliche Herausforderung bei der der einzelne seine Teamfähigkeit unter Beweis stellen konnte. Anerkennung spricht auch Hans-Peter Alich, Leiter Personal und Organisation, aus: "Sicher wird die »unternehmerische Beschäftigung« mit den Fragestellungen im Planspiel dazu beitragen, betriebswirtschaftliche Zusammenhänge und daraus abzuleitende Entscheidungen besser zu verstehen. Dies wird sich positiv auf den weiteren Ausbildungsablauf auswirken. Wir werden uns auf jeden Fall auch mit den künftigen Ausbildungsjahrgängen an diesem Unternehmensplanspiel beteiligen." Dem aktuellen jungen Team der CLEANMACHINE AG gratulierte er zu dieser tollen Leistung und wünscht viel Erfolg auch für die weitere Ausbildung.